Hallo Sportinteressierte und Blogleser,

Diese Woche, obwohl gerade mal in der Mitte, war natürlich aus Sicht eines Fussballfans, wie ich es bin, sehr ereignisreich. Doch momentan ist da so ein fader Nachgeschmack, denn ich als überzeugter schwarz-gelber Borusse bin wenig erfreut über die Niederlage meiner Mannschaft. Damit komme ich auch gleich zu Thema EINS.

1. Fans und ihr Verhalten

Was macht einen Fan aus? Wie oft er ins Stadion fährt? Wie viele Fanartikel er kauft? Wie oft er besoffen die Erkennungsmelodien und Sprüche seines Vereines wiedergibt? Ich glaube nichts davon. Natürlich zahlt auch dies zum Fan-sein. Doch es definiert ihn nicht als wahren Fan sondern nur als Mitläufer.

Aus meiner Sicht sind Liebe und Treue zum Verein, sowie ein aufgeschlossenes Verhalten gegenüber anderen Fans viel wichtiger, als die Menge an Euros, die man für den Verein ausgibt. Logisch finanziert man damit den Verein, doch es ist nur ein Bestandteil. Ansonsten würde das ja heißen, ein richtiger Fan ist ein vermögender Fan und alle, die weniger zur Verfügung haben, sind keine Fans. Was meine ich aber mit Liebe und Treue? Nun einfach genau das selbe, wie man es bei einer Person meinen würde. Auch wenn es mal nicht läuft oder der Verein Fehler macht, stelle ich mich nicht hin und schimpfe drauf los ohne Konzept und ohne Loyalität.  Entweder ich stehe zum Verein oder nicht. Und dazu stehen impliziert auch ein offenes Vereinsbekunden unterhalb von Platz fünf.

Worauf will ich hinaus mit diesen Aussagen. Nun, es gibt sehr viele "Fans" (vieler verschiedener Vereine), die ich leider zu oft beim Anfeuern meiner Mannschaft ertragen muss. Da ich nur die Möglichkeit habe, in einer öffentlichen Kneipe Fussball zu gucken (vielen "Dank" an Arena für die absolut "kompetente" Arbeit - die wäre auch mal nen Negativ-Blog wert), muss ich notgedrungen auch viele Leute ertragen, die alles andere sind, als das oben genannte.  Leute die sich nach einem Sieg aufspielen und nach einer Niederlage die Mannschaft zur Hölle wünschen. Leute, die die Kompetenz des Trainers daran bemessen, wie oft er im Spiel schreit und das Können eines Spielers an seiner Frisur oder schlimmer noch, an seiner Hautfarbe und Herkunft bemessen. Ich wollte dieses Thema einfach nur mal anschneiden, denn es ist mir ein Bedürfnis, das los zu werden.

Doch nun weiter in meinen Themen.

2. Felix und die Bajuwaren

Also auch hier zur Einführung - ich habe heute Einschätzungen zu diesem Thema gehört, da hat sich in mir alles gewunden. Ich bin zwar kein Experte, aber es gibt einfach einige Abläufe im Fussballgeschäft, die sind wie auch in der Wirtschaft an Indikatoren zu erkennen.

So auch die Entlassung vom Felix. Zunächst mal wurde von Magath die Meisterschaft abgeschrieben. Und dies am 19. Spieltag. Das ist nicht der Anspruch von Bayern und deutete schon an, dass es hinter den Kulissen brodelte. Denn ein überzeugter, fest im Sattel sitzender Coach beim FCB gibt sich viel kämpferischer und energischer. Dazu gab es keinerlei Reaktionen der oberen Verantwortlichen - das nächste Indiz. Willy Sagnol, der inoffizielle Kahnnachfolger als Kapitän (so zumindest aus vielen Kreisen zu hören) sitzt plötzlich auf der Tribüne, obwohl seine Leistungen nicht schlechter als die der Anderen waren. Setzt man einen Führungsspieler auf die Tribüne deutet das meist auf kaderinterne Spannungen hin. Und wären das nicht noch Signalglocken genug gab es da ja noch die Hitzfeld-Situation.

--Hitzfeld-Situation--

Der Ottmar bekundet seit längerem Interesse, wieder ins Geschäft einsteigen zu wollen. Mit Dortmund und Hamburg hatte er zwei interessante Angebote zur Winterpause. Beide spielen zwar nicht International und haben kaum Chancen auf die Championsleauge, doch sind sie vom Kader her sehr vielversprechende Mannschaften mit Zukunft. Beides lehnt er ab, obwohl in beiden Fällen nur bis zur Sommerpause plus Option befristet. Aber wieso? Jemand, der wieder einsteigen will, kann sich darüber freuen, denn der BVB und der HSV sind immer noch große Adressen im deutschen Fussball. Worauf hat er gewartet? Mehr Geld? Ein Angebot aus Cottbus *gg*. Ich glaube...nein ich bin sicher, es gab da eine Absprache mit den Bayern. Der Dortmunddeal ist nur knapp gescheitert, denn zu dieser Zeit gab es schon eine Debatte um Magath und Bayern hat geschaltet. Deswegen sagte Hitzfeld Dortmund ab, denn Bayern ist natürlich momentan eine bessere Adresse. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Bayern so schnell reagieren konnten und einen Nachfolger präsentierten. Denn Magath ist nicht erst seit der Niederlage gegen Dortmund umstritten. Sollte Hitzfeld nur bis Sommer bleiben, sehe ich Jose Mourinho als potenziellen Nachfolger - sollte er bei Chelsea rausfliegen oder gehen.

Ansonsten sehe ich in Thomas Doll, Thomas Schaaf und eventuell Roberto Mancini oder Arsene Wenger interessante Kandidaten. Aber das ist jetzt zu viel Spekultion...einen noch - Jürgen Klinsmann. Jetzt aber genug...

3. Don Jupp und seine traurige Geschichte

Leider bin ich zu jung, um von den großen Tagen von Jupp Heynckes sprechen zu können. Fakt ist jedoch, dass seine jüngsten Arbeitsstationen Gladbach und S04 wenig Erfolg brachten. Ulli Hoeneß hat einmal gesagt, sein größter Fehler sei gewesen, Heynckes zu entlassen. Ich glaube, dass der Heynckes von damals und der von heute einfach nicht die selben sind. Ich habe bei ihm oftmals das Gefühl, er gehört nicht mehr in dieses neuen Fussball. Es tut mir Leid über so einen großen Fussballer so viel negatives verlieren zu müssen, doch die jüngste Vergangenheit gibt mir Recht.

 

Fakt ist, es bleibt spannend in der deutschen Bundesliga. Möglichweise gibt es heute oder morgen die nächsten Entlassungen, aber das wird sich noch zeigen.

Bis dahin,

Gink.

31.1.07 23:18

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