Rihanna und der Klimaschwindel

Es ist Sommer, doch anstatt in der Sonne zu liegen und dem Krebs eine Chance zu geben, sitzt man an diesen Junitagen lieber in der trockenen Stube. Wenn man so aus dem Fenster schaut, dann mag man es kaum glauben, dass es einen Klimawandel gibt. Dies spielt natürlich den Experten in die Hände, die neuerdings wie Pilze aus dem Waldboden sprießen. Und so wird vom Klimaschwindel gesprochen. Natürlich das klingt einleuchtend. Führende Wissenschaftler werten gerade den alten Schlager "Wann wirds mal wieder richtig Sommer" aus. Dieser sei ein eindeutiges Indiz dafür, dass sich die Erde nicht erwärme, sonder eher abkühlt. Deswegen können wir ruhig weiter unbedacht maßenweise CO2 und andere Treibhausgase ausstoßen. Bei einem Besuch in weiten Teilen Chinas, Indiens oder Mexico City sollte sich diese Meinung aber revidieren lassen. Oder ist der Smog etwa nur ungefährlicher Nebel? Wieso laufen dann alle in Michael Jackson Kostüm mit Maske rum?

Doch zurück zum Wetter. Passend zu den regnerischen Tagen präsentiert uns Rihanna den Sommerhit 2007. Umbrella, zu deutsch Regenschirm, passt wie die Faust aufs Auge. Und so wird der Regenschirm wohl neben weißen Hoßen und "lebendigen Handetaschen" das Trendobjekt des Sommers. Ich plädiere auch für Umbrella als Sommerhit, denn die alternative wäre "Modern Talking 2.0" mit Dieter Bohlen und seinem gebräunten, offenbacher Homoäffchen. Mark Medlock, der neuste Unrat aus den Tiefen des Castingkerkers. Zumindest dürfte er eine längere Karriere haben, als die vorherigen Superstar-Gewinner. Solange er das Anhängsel vom Dieter ist, wird er kontinuierlich schlechte Musik machen und damit Erfolg haben. Denn wenn der Dieter eines kann, dann aus Scheiße Geld machen.

Da fällt mir ja auch die ProSieben Gegenoffensive ein - die Monrose. Mittlerweile haben sie die dritte Single auf dem Markt und irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass die Karriere nicht so richtig in Gang kommt. Aber ProSieben sucht am Donnerstagabend schon fleißg nach den nächsten "Im Rampenlicht für ein halbes Jahr" - Popstars.

Passend zum Thema Regen - dunkle Wolken. Denn diese ziehen auf im HipHopHimmel über Germany! Nachdem mit Sido und Co. schon Berlin seine besten Rütli-Absolventen ins Rennen um den am klischeehaftesten Rapper der Republik geschickt hat, zieht jetzt das Ruhrgebiet nach. Muskelbepackte, tätowierte, gegen das Establishment rappende Homies mit Migrationshintergrund (so ist es wohl politisch Korrekt) erzählen uns ihren Stories. Irgendwie ist das alles nichts Neues. Die selben Melodien (sofern man davon sprechen kann), identische Videos mit den selben Gesichtern (die sehen alle gleich aus) und darauf Texte, die eine Mischung aus tiefsten Ghetto-Gelaber und Politikambitionen darstellen sollen. Das traurige daran ist, dass diese Leute leider einen gewissen Anteil der Gesellschaft präsentieren. Herzlichen Glückwünsch!

Doch bei einem sind wir uns alle einig. Egal ob Klimaexperten, Castingprodukte oder Rapper - Rihannas neues Video lässt die Sonne scheinen -  wenn auch nur in den Augen des männlichen Betrachters.

27.6.07 14:33

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