Oscars 2008

Letzte Nacht war es mal wieder so weit - die Acadamy of Motion Picture Arts and Science verlieh zum 80. Mal ihren Award. Die Oscars fanden wie gewohnt im Kodak Theater statt und wurden für deutsche Fans auf ProSieben übertragen.

Die Berichterstattung begann rund zwei Stunden vorher und wurde von Annemarie Warnkross und Steven Gätjen moderiert. Während die Warnkross eine gute Figur macht (wegen eben dieser) und den Abend einleitete, musste sich Steven auf dem Roten Teppich um die Superstars bemühen. Obwohl er sich den ein oder anderen Ausrutscher erlaubte (so gab er zu Beginn nur den männlichen Darstellern die Hand und vergass deren Begleitung - so geschehen bei der Frau von Tom Wilkinson; oder er konnte die Antwort von George Clooney bei der Übersetzung nicht auf den Punkt bringen und redete immer noch über diesen, obwohl schon John Travolta mit Gattin Kelly Preston vorm Mikro standen) konnte man auch bei Gätjen insgesamt von einer guten Leistung reden, schließlich schaffte er es, fast alle Stars vor die Kamera zu bekommen, außer Jennifer Garner, die einfach weg lief und Daniel Day-Lewis, bei dem er zu spät reagierte, weil er immer noch an der Übersetzung von George Clooney feilte. Doch das ist zu verzeihen, denn Clooney hinterließ mal wieder einen tollen Eindruck. Seine Interviews an diesem Abend, speziell bei der Red Carpet PressShow waren zynisch, überheblich, lustig, charmant - Clooney halt.

Die Verleihung an sich war trotz der Schlagzeilen um streikende Autoren und Bühnenbauer im Vorfeld reine Routine. Moderator Jon Steward führte souverän und humorvoll durch die Show. So vergab er aufgrund der vielen Schwangerschaften unter den Hollywoodstars und in Anspielung an den Film Juno den Baby-Award. Diesen konnte Angelina Jolie für sich entscheiden. Dennoch warte ich seit Jahren darauf, dass jemand den für mich persönlich fantastischen Auftritt von Billy Crystal bei der Verleihung 2004 übertrifft. Das wohl schlechteste Outfit des Abends hatte eindeutig Tilda Swinton. Doch auch Oscar-Gewinner Daniel Day-Lewis erinnerte eher an die Nacht der lebenden Toten als an einen gesunden Menschen - sein Schauspiel bleibt trotzdem oder gerade deshalb aber brilliant.

Die bewegensten Momente lieferten die Oscargewinnerinnen Marion Cotillard (Hauptrolle),  Cynthia Wade und Vanessa Roth (Dokumentar-Kurzfilm) sowie Hillary Swank, die die schwere Aufgabe hatte, den Beitrag anzusagen, indem die im vergangenen Jahr verstorbenen Kollegen gewürdigt wurden. Sie war sehr gerührt und stockte vor allem bei den Worten, dass manche der Kollegen viel zu jung bei ihrem Ableben waren. Das damit vor allem Heath Ladger gemeint war, wusste jeder der Anwesenden.

Insgesamt war es ein unterhaltsamer und würdiger Abend. Das einzige negative waren die häufigen Werbepausen seitens der Veranstalter.

25.2.08 15:48

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